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FAQs zu »Psychisch fit studieren«

Sie haben Fragen zu »Psychisch fit studieren«, dem Forum zur psychischen Gesundheit von Studierenden? – Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen. Kontaktieren Sie uns, falls Ihre Frage nicht beantwortet wurde.

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Häufig gestellte Fragen zu »Psychisch fit studieren«

Aktuelle Studien zeigen, dass Studierende gerade hinsichtlich ihrer psychischen Gesundheit offenbar eine vulnerable Gruppe sind. In einer aktuellen Untersuchung (Eissler et al., 2020) wurden unter Studierenden doppelt so hohe Werte bei depressiven Störungen und Angststörungen gefunden wie in der deutschen Allgemeinbevölkerung. Der Übergang in ein neues Umfeld an der Hochschule bietet nicht nur mehr Möglichkeiten für Unabhängigkeit, sondern auch weniger strukturierte Zeit mit einem größeren Potenzial für riskante Verhaltensweisen, oft weit entfernt von Familie und Freund*innen. Zu den neuen und herausfordernden Umständen kommt ein erhöhter Druck, gute akademische Leistungen zu erbringen, und für nicht wenige Studierende auch finanzielle Herausforderungen.
 
Eine groß angelegte Studie, die in 8 Ländern (u.a. auch in Deutschland) an 19 Colleges und Universitäten mit 14.000 Studierenden des ersten Studienjahres durchgeführt wurde, zeigt:

  • 35 % der Teilnehmenden war schon einmal von einer oder mehreren psychischen Erkrankungen betroffen.
  • 31 % waren zum Zeitpunkt der Befragung akut erkrankt (Auerbach et al., 2018).

Mittlerweile liegen erste Langzeitstudien zu den psychosozialen Belastungen bei Studierenden unter Pandemiebedingungen vor, die klar zeigen, dass über den Verlauf der Coronapandemie Symptome von Depression, Suizidgedanken und Suchtmittelgebrauch zunahmen oder erst zum Tragen kamen. Einsamkeit, der Wegfall von sozialen Kontakten und der wahrgenommene Grad an sozialer Unterstützung werden als stärkste Einflussfaktoren auf diese Symptomatik gesehen (Dogan et al., 2021).
 
Der Bedarf an Prävention und Gesundheitsförderung im Studium ist und bleibt also immens. Deshalb wollen wir mit den »Psychisch fit studieren«-Foren das »schwierige« Thema psychische Krisen an Hochschulen besprechbar machen. Wir setzen damit Impulse für die Förderung von Prävention und Gesundheit an Hochschulen insgesamt.

  • Studienabbrüchen vorbeugen.
  • Lange Überschreitungen der Regelstudienzeit verhindern.
  • Studienerfolg, Resilienz und Lebenszufriedenheit fördern.

  • Studierende aller Studiengänge, bevorzugt Erstsemester im Bachelor- und Masterstudium, z.B. in der Einführungswoche zu Studienbeginn.
  • Doktorand*innen und Jungwissenschaftler*innen.
  • Mitarbeiter*innen aus Lehre, Forschung und Verwaltung sowie der Hilfs- und Beratungseinrichtungen.

Die Teilnehmenden …

  • lernen Warnsignale psychischer Krisen kennen.
  • setzen sich mit typischen Bewältigungsstrategien auseinander.
  • lernen Hilfs- und Beratungsangebote am Hochschulort kennen.
  • finden heraus, was sie stärkt und durch Krisen trägt.
  • erhalten Tipps gegen Stress, Prüfungsangst & Co.
  • werden angeregt, an der Hochschule ein gesundheitsförderliches Klima zu schaffen, in dem es selbstverständlich ist, über psychische Schwierigkeiten zu sprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

  • Online-Forum »Psychisch fit studieren« für Studierende– seit 2020. »Icebreaker« für die Prävention psychischer Krisen an Hochschulen. Zielgruppe: Studierende und Doktorand*innen, Teilnehmendenzahl: 20–200. Dauer: 90 Min. + Austausch.
  • Virtual Workshop »Mental Well-being on Campus« – seit 2021. »Icebreaker« für die Prävention psychischer Krisen an Hochschulen. Zielgruppe: internationale Studierende und Doktorand*innen. Teilnehmendenzahl: 20–200. Dauer: 90 Min. + Austausch.
  • Online-Forum »Psychisch fit studieren« für Hochschulmitarbeitende – seit 2021. Foren zur Initiierung verhältnispräventiver Maßnahmen an der Hochschule. Zielgruppe: hochschulübergreifend für Mitarbeitende, die mit Herz und Verstand psychischen Krisen an der Hochschule vorbeugen wollen. Teilnehmendenzahl: 10–20. Dauer: 120 Min.

  • Studienberatungen und psychosoziale Beratungsstellen der Hochschulen, Studierendenwerke, Vertretungen der Studierenden und der studentischen Selbstverwaltung, Beauftragte für Inklusion, Diversity u.a., der Career Service – Einrichtungen, die in der Hochschule gut vernetzt sind, über gute Erfahrungen in der Organisation von Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen für Studierende verfügen und bestenfalls einen Auftrag von der Hochschulleitung verfolgen.
  • Generell alle Hochschulen, die mit psychischer Gesundheit gute Hochschule machen wollen.

Katrin Neuperger

Funktion
Programmkoordination »Psychisch fit in der Grundschule: Unsere ›verrückten‹ Familien!«

Telefon
+49 / 341 / 492561-85

E-Mail-Adresse
k.neuperger@irrsinnig-menschlich.de

Sie bekommen von uns umfangreiches Material zur Bewerbung der Online-Foren und einen Leitfaden. Zudem betreuen wir Sie vor und während der Veranstaltungen engmaschig.
Dabei ist wichtig, mit »Psychisch fit studieren« möglichst viele Teilnehmende zu erreichen und Wirksamkeit zu erzielen. Werfen Sie auch gern einen Blick in unsere AGBs.

Tandems von fachlichen und persönlichen Expert*innen.

Fachliche Expert*innen sind Menschen, die beruflich in der psychosozialen Versorgung, der Prävention psychischer Krankheiten und der Gesundheitsförderung tätig sind.

Persönliche Expert*innen sind Menschen, die seelische Gesundheitsprobleme wie z.B. Depressionen, Psychosen oder Essstörungen gemeistert haben und ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden teilen.

Irrsinnig Menschlich e.V. hat für die Durchführung der Foren bundesweit einen Pool von ca. 20 Expert*innen aufgebaut.