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FAQs zu "Psychisch fit studieren"

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FAQs zu "Psychisch fit studieren"

Aktuelle Studien zur psychischen Gesundheit von Studierenden zeigen, dass sie immer häufiger gefährdet sind, psychisch zu erkranken. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie reichen von hohem Erfolgsdruck, über Angst, keinen sozialen Anschluss am Studienort zu bekommen bis zu finanziellen Problemen. Hinzu kommt, dass ein Teil der Studierenden das Studium bereits psychisch belastet beginnt. Ihre psychische Beeinträchtigung ist für Dritte selten wahrnehmbar, sofern sie nicht selbst darauf aufmerksam machen. Nach Selbsteinschätzung von Studierenden wirken sich psychische Beeinträchtigungen am stärksten auf den Studienerfolg aus. Beratung und Hilfe suchen sie häufig erst dann, wenn der Leidensdruck stark zugenommen hat.

 

„Psychisch fit studieren" ist ein Türöffner für Nachhaltigkeit. Ziel für Prävention und Gesundheitsförderung im Setting Hochschule sind Veränderungen auf der Verhaltens- und Verhältnisebene, d.h. individuelle Änderungen z.B. im Hilfesuchverhalten und strukturelle Veränderungen in der Hochschule.

 

Mit den „Psychisch fit studieren"-Foren öffnen wir die Türen für einen offenen, angst- und vorurteilsfreien Umgang mit psychischen Problemen. „Psychisch fit studieren" lässt sich gut mit anderen Präventionsangeboten verbinden und kann auf weitere Zielgruppen übertragen werden.

 

Literatur

 

BARMER (2018): Arztreport. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse. https://www.barmer.de/blob/144368/…/data/dl-barmer-arztreport-2018.pdf

 

Deutsches Studentenwerk (2018). best2 beeinträchtigt studieren Daten zur Situation von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung. ‚
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw-best2_barrierefrei_neu.pdf

 

Forsastudie Angst vor Krankheiten im Auftrag der DAK (2016), www.dak.de

 

Grützmacher, J.; Gusy, B.; Lesener, T.; Sudheimer, S.; Willige, J. (2018). Gesundheit Studierender in Deutschland 2017. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse.

 

Michel, S., Sonntag, U., Hungerland, E., u.a. (2018). Gesundheitsförderung an deutschen Hochschulen, Verlag für Gesundheitsförderung.

 

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2015) Gesundheit in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. http://www.gbe-bund.de/pdf/GESBER2015.pdf

 

Universität Leipzig, Medizinische Fakultät Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (2019). Abschlussbericht Evaluation des Forums zur psychischen Gesundheit für Studierende »Psychisch fit studieren« im Setting Hochschule ausgehend von den Zielen des § 20a SGB V und des Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes. 

  • Psychische Krisen verstehen, erkennen, ansprechen, sich zu helfen wissen
  • Psychisches Wohlergehen fördern
  • Sensibilisierung der Studierenden für das Thema „Psychische Gesundheit“
  • Orientierung und Empowerment von Studierenden, sich bei psychischen Schwierigkeiten Hilfe zu suchen; Wissen über geeignete Bewältigungsstrategien und Hilfsangebote am Hochschulort
  • Unterstützung einer Hochschulkultur, in der psychische Probleme akzeptiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.

2015 kamen Studierende der Universität Leipzig auf uns zu. Ausgehend von unserem Präventionsprogramm „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ wünschten sie sich ein ähnliches Angebot für Studierende. Das haben wir mit Erfolg probiert und daraus das Forum „Psychisch fit studieren“ entwickelt. Im Wintersemester 2017/18 starteten wir mit der Pilotphase an 15 Hochschulstandorten deutschlandweit. Im WS 2018/2019 ging es in die Skalierung an 40 Hochschulstandorten. Im WS 2019/20 geht es weiter. Wir freuen uns auf Ihre Hochschule!

Das Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Universität Leipzig hat die Wirksamkeit der „Psychisch fit studieren“ – Foren in der Pilotphase 2017/18 ausgehend von den Zielen des § 20a SGB V und des Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes nachgewiesen. An der Befragung haben 15 Hochschulen teilgenommen. 

 

Fazit: „Psychisch fit studieren“ hilft psychischen Krisen vorzubeugen, macht Studierenden Mut, offener und angstfreier mit psychischen Krisen umzugehen, sie zur Sprache zu bringen und sich frühzeitig Hilfe zu suchen. „Psychisch fit studieren“ unterstützt Hochschulen, ein Klima zu schaffen, in dem psychische Krisen akzeptiert sind und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.

 

Wie Studierende „Psychisch fit studieren” bewerten

Das Forum „Psychisch fit studieren“ wurde insgesamt gut bis sehr gut bewertet: Besonders hervorgehoben wurden die offene Gesprächsatmosphäre und die Berichte der persönlichen Expert*innen.
Sich zu helfen wissen! 98,2% geben an, Infos darüber erhalten zu haben, wo sie sich im Falle einer Krise Hilfe holen können.

 

Aufgeklärt! 79,3% schätzen das Forum „Psychisch fit studieren“ als hilfreich zur Vorbeugung von psychischen Krisen ein.

Informiert! 62,3% geben an, dass Bedenken bezüglich psychischer Krisen während des Studiums abgebaut werden konnten.

Mehr davon! 84% wünschen sich, noch mehr über psychische Krisen zu erfahren.

Richtiger Zeitpunkt! 73% halten die Platzierung der Veranstaltung zu Beginn des Studiums bzw. im ersten Semester für sinnvoll. 27% hätten sich ein derartiges Format bereits zu Schulzeiten gewünscht.

Schlau, humorvoll, achtsam! 94% bewerteten die didaktische und fachliche Qualifikation unserer Tandems mit „gut“ bis „sehr gut“.

 

Wie Hochschulen „Psychisch fit studieren“ bewerten

 

Wiederbucher 90% der 2017 beteiligten Hochschulen haben das Forum 2018 wieder gebucht.

Krisenauswegweiser Psychosoziale Beratungsstellen der Hochschulen geben an, dass die Zahl der Unterstützung suchenden Studierenden nach der Teilnahme an den Foren erkennbar steigt.

Antreiber Hochschulen verstehen das Forum zunehmend als Bestandteil der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung für Studierende.

Vernetzer Das Forum ist oft die erste Gelegenheit, dass sich Vertreter*innen von Hilfs-und Beratungsstellen und weiteren Unterstützungsangeboten am Hochschulstandort persönlich begegnen und vernetzen.

 

Die Kombination aus Information, Aufklärung und Kontakt mit Mitgliedern der stigmatisierten Gruppe erweist sich weltweit als vielversprechendste Anti-Stigma-Strategie. Deshalb bestehen unsere „Psychisch fit studieren"–Teams aus einem fachlichen und einem persönlichen Experten. Beide haben Erfahrungen mit psychischen Gesundheitsproblemen, Prävention und Gesundheitsförderung, entweder von Berufs wegen und / oder persönlich. Dadurch bekommt das komplexe Konstrukt „psychische Gesundheit“ ein Gesicht, ist zum Greifen nah – und dabei ganz normal.

Kooperation und Vernetzung mit den Akteuren am Hochschulstandort sind für das Gelingen von „Psychisch fit studieren" essentiell. Deshalb sind die Psychosozialen Beratungsstellen der Studierendenwerke und der studentischen Selbstverwaltung, die Hochschulbeauftragten für Prävention, die Belange chronisch kranker und behinderter Studierender, kommunale Hilfs- und Beratungsangebote u.a. von Anfang an in die Planung einbezogen und eingeladen, sich in das Forum aktiv einzubringen und ihre Arbeit vorzustellen.

Projektleitung

Norbert Göller

Funktion
Geschäftsfeldentwicklung, Programmleitung "Psychisch fit studieren"

Telefon
+49 / 341 / 492561-82, +49 / 176 / 84739971

E-Mail-Adresse
n.goeller@irrsinnig-menschlich.de

Pressekontakt

Anne-Kathrin Lange

Funktion
Programmkoordination Verrückt? Na und!, Kommunikation

Telefon
+49 / 341 / 492561-80

E-Mail-Adresse
a.lange@irrsinnig-menschlich.de

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