Psychisch fit studieren - Niederschwelliges Forum für seelische Gesundheit von Studierenden
Das Studium fordert heraus

Jugendliche und junge Erwachsene sind am häufigsten von psychischen Erkrankungen betroffen. Besonders die Gruppe der Studierenden.

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Prävention hilft Studierenden

Ein Teil der Studierenden beginnt das Studium bereits psychisch belastet. Nach Selbsteinschätzung von Studierenden wirken sich psychische Beeinträchtigungen am stärksten auf den Studienerfolg aus. Professionelle Hilfe nutzen sie aus Angst vor Stigmatisierung meist erst dann, wenn der Leidensdruck schon stark zugenommen hat.

Das "Psychisch fit studieren"-Forum hilft psychischen Krisen vorzubeugen und ermutigt, sich frühzeitig Hilfe zu suchen. Es eignet sich besonders für Studienanfänger in den Einführungswochen.

Forum im Detail

Studierende stehen oft unter Druck

Der Mehrheit der Studierenden macht das Studium Spaß. Gleichzeitig haben nicht wenige mit Zeit- und Leistungsdruck, Prüfungsangst und Überforderungsgefühlen zu kämpfen. Symptome dafür sind u.a. Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Lustlosigkeit. Bachelor-Studierende sind besonders betroffen, Frauen stärker als Männer.

Zahlen und Fakten zur psychischen Gesundheit von Studierenden

  • Etwa 20% der 18- bis 27-Jährigen sind von psychischer Erkrankung betroffen.
  • Erkrankte Studierende leiden insbesondere unter Depressionen, Selbstwertstörungen und Ängsten.
  • Die Studierfähigkeit reduziert sich im Fall psychischer Erkrankungen dramatisch: 91 % der Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, ihr Studium wie geplant fortzuführen.
  • Bei Studierenden liegt die Suizidrate höher als bei gleichaltrigen Berufstätigen. Viele junge Menschen, die durch Suizid sterben, leiden unter psychischen Belastungen und Erkrankungen.
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"Psychisch fit studieren" stärkt die psychische Gesundheit von Studierenden

Mit dem „Psychisch fit studieren"-Forum bringen wir das Thema psychische Gesundheit in die Hochschule. Wir zeigen einfache und wirksame Wege, wie Studierende gemeinsam seelische Gesundheit stärken und Krisen meistern können. Das fördert Studienerfolg und Lebenszufriedenheit.

So unterstützen wir eine Hochschulkultur, in der psychische Probleme nicht stigmatisiert, sondern akzeptiert werden und kooperativ nach Lösungen gesucht wird. Gemeinsam mit unseren fachlichen und persönlichen Experten öffnen wir Herzen, geben Hoffnung und machen seelische Krisen besprechbar.

"Das war eine tolle Veranstaltung. So etwas hätte mir auch geholfen, wenn es das schon während meiner Studienzeit gegeben hätte. Dann hätte ich mein Studium wahrscheinlich nicht abgebrochen."

Ehemalige Studentin, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, zum Forum Psychisch fit studieren
ein Beitrag von Tina Murzik-Kaufmann, MDR Kultur, 17.10.2017

Studierende holen sich selten Hilfe

Wer es nicht allein schafft, mit den Belastungen umzugehen, sollte sich Hilfe holen, spätestens dann, wenn gesundheitliche Probleme auftreten. Obwohl die Altersgruppe der Studierenden in Bezug auf Krankheiten die größte Angst vor psychischen Krankheiten hat, weil sie sich nach ihrer Selbsteinschätzung am stärksten auf Studienerfolg und Zukunftschancen auswirken, nutzen sie professionelle Hilfe nur selten – aus Angst vor Stigmatisierung!  (Studentenwerk, Beeinträchtigt studieren, 2012).

 

Psyche im Dauereinsatz

Während früher der Fokus in der Bildungs- und Arbeitswelt mehr auf der physischen Gesundheit lag, wird heute die psychische Gesundheit immer wichtiger: Faktoren wie Globalisierung, Digitalisierung und Deregulierung führen zu verdichteten Ausbildungs- und Arbeitsprozessen, zu einer Intensivierung des Wettbewerbs und des Marktdrucks. Das heißt, unsere Psyche steuert vergleichsweise nun viel mehr und wird stärker beansprucht als je zuvor.

 

Psychische Krisen im Studium sind normal, haben „gute“ Gründe und gehören zum Leben.

  • Ein Teil der Studierenden ist bereits bei Studienbeginn psychisch beeinträchtigt.
  • Andere Studierende erkranken während der Studienzeit.
  • Die Einflussfaktoren und Ursachen psychischer Krisen sind vielfältig.
  • Das Studium spielt eine entscheidende Rolle, macht aber nicht per se „krank“.
  • Psychische Belastungen können die Studienzufriedenheit und den Studienerfolg beeinträchtigen, schließen diese aber nicht aus.
  • Persönliche Probleme und studienbezogene Probleme sind eng miteinander verbunden.
  • Negative Wirkungen psychischer Belastungen verstärken sich mit steigender Zahl an „Problembereichen“.

 

Studium: Trainingslager für Umgang mit Stress und Belastungen

Das Studium ist ein wichtiger Lebensabschnitt, um Resilienz zu trainieren, d.h. wie man mit Stress umgeht, Krisen übersteht und daran wächst. Dazu gehören drei Grundhaltungen: Optimismus, Akzeptanz und Lösungsorientierung. Die braucht es für ein gutes Bestehen in der Arbeitswelt und ein zufriedenes Leben. Denn das verläuft nicht immer nach Plan.

Ihr Ansprechpartner

Norbert Göller

Funktion
Geschäftsfeldentwicklung, Programmleitung "Psychisch fit studieren"

Telefon
+49 / 341 / 492561-82, +49 / 176 / 84739971

E-Mail-Adresse
n.goeller@irrsinnig-menschlich.de

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