Unterstützerinnen von Psychisch fit studieren
Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer

Psychisch fit studieren kommt an. Das finden auch Freunde, Partner und Unterstützer aus unserem großen Netzwerk. Gemeinsam möchten wir seelische Krisen besprechbar machen.

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"Psychisch fit studieren" vermittelt Studierenden, dass sie nicht alleine sind und macht ihnen Mut, im Krisenfall mit Freunden zu sprechen und sich an die Beratungsstellen der Hochschulen zu wenden.

Sebastian Schlösser

Sebastian Schlösser: "Mit und ohne Meise studieren"

„Ich habe spät studiert. Erst mit Ende 20. Da war ich bereits Vater und hatte eine Karriere als Theaterregisseur plus eine Diagnose Bipolar im Gepäck. Direkt nach dem Zivildienst hätte ich mir ein Studium gar nicht vorstellen können, wusste aber auch nicht, welche Alternativen es gibt. Ich wollte praktische Erfahrungen machen. So viel wie möglich. So intensiv wie möglich. Das hat sich doppelt und dreifach eingelöst. Irgendwann war es dann selbst mir zu viel. Auf dem Weg in ein Leben, in dem das Mittelmaß keine Bedrohung mehr darstellt, sondern genossen werden kann, war das Studium ein wichtiger Grundbaustein. Es war strukturiert und strebte nach einem Abschluss, der einen ermächtigt, eine Existenz, im besten Fall auch die einer Familie zu gewährleisten.

Es ging nicht mehr um Kreativität oder Individualität, sondern um Fleiß und Ausdauer. Gegen die Krisen, die auch hier warteten, halfen neue Freunde aus dem Studium. Eine Truppe Gleichgesinnter mit demselben Ziel. Zu einigen habe ich heute noch Kontakt, obwohl ich heute nicht als Jurist tätig bin, sondern anderen helfe, das passende Studium oder den richtigen Beruf zu finden.
„Psychisch fit studieren“ setzt dort an: es vermittelt Studierenden, dass sie nicht alleine sind und macht ihnen Mut, im Krisenfall mit Freunden zu sprechen und sich an die Beratungsstellen der Hochschulen zu wenden.“

Sebastian Schlösser, Unterstützer von Psychisch fit studieren
© Sebastian Schlösser

Sebastian Schlösser, Jahrgang 1977, war zunächst Regieassistent und dann Regisseur am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Nach Wanderjahren als freier Regisseur absolvierte er ein Jurastudium und eine Ausbildung zum Mediator. Er schrieb ein sehr erfolgreiches Buch über seine bipolare Störung, lebt und arbeitet als Berater, Regisseur und Autor in Hamburg. Er berät Menschen bei der Studienwahl und beim Berufswechsel.

www.i-do-for-beginner.de

www.ullstein-buchverlage.de/nc/autoren/autor-detailansicht/name/sebastian-schlösser.html

Das Leben lässt sich nicht planen - egal wie sehr wir es versuchen. Deshalb ist es so wichtig Veränderungen als Chance zu begreifen und mit Freude anzunehmen. “Psychisch fit studieren” unterstützt Studierende in dieser Zeit der großen Veränderungen und Fragen dabei, sich nicht “verrückt” machen zu lassen.

Kristina Wilms
Kristina Wilms unterstützt Psychisch fit studieren
© Kristina Wilms


Kristina Wilms, 31 Jahre, studierte BWL, Philosophie und Kunst und hatte immer den Wunsch die Welt ein wenig besser zu machen. Ihr Wunsch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten ging nicht in Erfüllung, weil sie mit 25 Jahren an einer schweren Depression erkrankte. Nach einem Klinikaufenthalt und einer ambulanten Therapie gründete sie das Sozialunternehmen “Arya”.

“Arya” ist eine App die Menschen mit psychischen Erkrankungen im Alltag und während der Therapie unterstützt. Gleichzeitig widmete sich das Team der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. Kristinas Wunsch ist, dass andere Menschen durch ihre Erfahrungen profitieren und dass wir irgendwann in einer Gesellschaft leben, in der Anderssein wertvoll ist.

Das Forum zeigt den Studierenden, dass sie über psychische Krisen sprechen können und es okay ist, sich Hilfe zu suchen. Gleichzeitig macht es deutlich, dass Krisen auch Chancen sein können. Auch wenn es manchmal unmöglich erscheint psychische Erkrankungen zu überwinden, kann man aus ihnen lernen, an den Herausforderungen wachsen und so nicht nur sich selbst, sondern später auch anderen helfen.

Ekaterina Alipiev, Jourvie
Ekaterina Alipiev, Jourvie
© Ekaterina Alipiev

Ekaterina Alipiev, 28 Jahre, ist Gründerin von Jourvie – einer gemeinnützigen Organisation für Menschen mit Essstörungen, die die Erkennung und Therapie von Magersucht und Bulimie mithilfe von Apps unterstützt. Sie ist in Bulgarien geboren und aufgewachsen und war selber im Gymnasium und im Studium von Magersucht betroffen. Aus ihrer Erfahrung mit der Krankheit hat sie Jourvie direkt nach ihrem Studium in Medien- und Kommunikationswissenschaften gegründet.

www.jourvie.com

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