Irrsinnig Menschlich e.V.: »Psychisch fit im Sportverein«
»Psychisch fit im Sportverein« – Das Präventionsprogramm

Mit kleinem Aufwand erzielen wir mit unseren »Psychisch fit im Sportverein«-Fortbildungen und -Workshops zur Prävention psychischer Krisen eine große Wirkung: Trainer*innen und Multiplikator*innen werden aufgeklärt, ermutigt und gestärkt, um verhaltens- und verhältnispräventiv mit psychischer Gesundheit guten Kinder- und Jugendsport zu gestalten.

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Junge Sportler*innen zwischen Spaß und Stress

Junge Menschen sind am häufigsten von psychischen Erkrankungen betroffen – direkt oder als Angehörige. Darum werden Beschäftigte im Kinder- und Jugendsport immer wieder psychisch belasteten jungen Sportler*innen begegnen – eine Herausforderung für die Sportvereine und die haupt- und ehrenamtlichen Trainer*innen und Übungsleiter*innen. Da braucht es informierte und aufgeklärte Erwachsene, die junge Sportler*innen ermutigen und unterstützen.

  • Multiplikator*innen im Vereinssport (Trainer*innen und Übungsleiter*innen)
  • Mitarbeitende in Landessport- und Spitzenverbänden.
  • Mitarbeiter*innen und Anleiter*innen im Freiwilligendienst Sport.
  • Freiwilligengruppen Sport auf Anfrage.
  • Psychische Krisen verstehen, ansprechen, erkennen, bewältigen.
  • Resilienz im Vereinssport fördern.
  • Gesundheitsförderliche Prozesse im Sportverein anstoßen.

Nach Absprache.

Vortrag. Diskussion. Austausch guter Praxis. Gruppenarbeit.

Online oder in Präsenz.

Fachpersonen, die beruflich und persönlich Erfahrungen mit psychischen Krisen und deren Bewältigung sowie Prävention und Gesundheitsförderung haben.

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Insa Schmitter

Programmkoordination »Psychisch fit studieren« und »Psychisch fit im Sportverein«

E-Mail-Adresse
i.schmitter@irrsinnig-menschlich.de

Die »Psychisch fit im Sportverein«-Workshops

Die »Psychisch fit im Sportverein«-Fortbildungen und -Workshops geben haupt- und ehrenamtlich Engagierten im Vereinssport die Möglichkeit, sich zum Umgang mit psychischen Krisen auszutauschen sowie die eigenen Haltungen und Kenntnisse zu überprüfen und zu erweitern. Die Teilnehmer*innen der Fortbildungen und Workshops erhalten Impulse und Beispiele guter Praxis für die Prävention und die Förderung psychischer Gesundheit. Gemeinsam besprechen wir die Fragen der Teilnehmer*innen: Wie können sich die haupt- und ehrenamtlich Engagierten im Vereinssport auf den Umgang mit psychischen Krisen vorbereiten? Welche Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung sind im Kinder- und Jugendvereinssport nützlich? Wie können Trainer*innen, Übungsleiter*innen und Anleiter*innen im Freiwilligendienst Sport mit (eigenen) Ängsten, Vorurteilen und Stigmatisierungen umgehen? Was ist ihre Rolle im Krisenfall? Wer kann und was kann helfen? Welche innere Haltung und welches methodische Handwerkszeug tragen zu guten Gesprächen bei? Ziel der »Psychisch fit im Sportverein«-Fortbildungen und -Workshops ist stets Verhaltens- und Verhältnisprävention.

»Jetzt wissen wir besser, wie wir mit psychisch belasteten jungen Menschen umgehen können und wo sie Unterstützung finden. Das stärkt den Teamgeist – in der Sportjugend und in unseren Mitgliedsvereinen.«

Sportjugend im Landessportbund NRW e.V.

Weshalb der »Psychisch fit im Sportverein«-Ansatz wirkt

Die Teilnehmer*innen …

  • sind sensibilisiert für Warnsignale und Bewältigungsstrategien psychischer Krisen.
  • reduzieren (eigene) Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen und davon betroffenen Menschen und können so besser Stigmatisierung entgegenwirken.
  • können psychische Belastungen besser ansprechen.
  • wissen, was ihre professionellen Aufgaben und Rollen in diesem Prozess sind und werden handlungssicherer.
  • lernen Beispiele guter Praxis zur Unterstützung betroffener junger Sportler*innen kennen.
  • stärken Schutzfaktoren im Sportverein und wirken Risikofaktoren entgegen.
  • lernen von Menschen, die psychische Krisen gemeistert haben.
  • fühlen sich ermutigt, mit psychischer Gesundheit einen guten Kinder- und Jugendvereinssport zu gestalten.

Daten und Fakten zur psychischen Gesundheit von jungen Menschen

  • Fast jedes zweite Kind und jede*r zweite Jugendliche in Deutschland ist Mitglied in einem Sportverein.
  • Etwa 1 von 6 Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat eine psychische Erkrankung.
  • In jeder Vereinsgruppe, bestehend aus 12 Kindern und Jugendlichen, sind etwa 2 von psychischen Erkrankungen betroffen und haben etwa 1 bis 2 psychisch kranke Eltern oder Geschwister.
  • Wer psychisch erkrankt ist, leidet oft an mehreren Störungen: Jugendliche erkranken besonders häufig gleichzeitig an einer Angststörung und an einer Depression.
  • Wer als Kind psychisch erkrankt, ist auch als erwachsener Mensch stärker gefährdet.
  • Heranwachsende mit psychischen Erkrankungen werden von der Allgemeinbevölkerung noch schlechter angesehen als psychisch kranke Erwachsene. Junge Menschen suchen sich auch deshalb noch seltener Hilfe als Erwachsene.
  • In sozialökonomisch schlechter gestellten Familien sind psychische Erkrankungen der Kinder fast dreimal häufiger (26 %) als in besser gestellten (9,7 %).
  • Etwa 90 % der jungen Menschen, die durch Suizid sterben, hatten zuvor psychische Probleme.
  • Die Auswirkungen von Pandemie, Klimakrise und Digitalisierung, der aktuellen Kriege und Konflikte, von Migration und Armut sowie der Angst vor alledem sorgen dafür, dass psychische Belastungen und Erkrankungen, besonders in Bezug auf die junge Generation, noch häufiger werden.

 

Quellen:

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