Erster Preis der Ferry Porsche Challenge

Wir wissen es schon länger. Und endlich können wir es mit  teilen: Einer der vier ersten Preise der ersten Ferry Porsche Challenge geht an Irrsinnig Menschlich e.V.
Ein herzliches Dankeschön an die Ferry-Porsche-Stiftung und an alle, die mittun, an uns glauben, uns unterstützen!

PS: Und herzliche Glückwünsche an alle weiteren Preisträger*innen.


V. l. n. r.: Cordula Rosch, Manuela Richter-Werling, Andreas Haffner, Jan Emendörfer

 

Erster Preis: 100.000 Euro für „Verrückt? Na und!“

„Wir unterstützen Menschen, die Verantwortung übernehmen, anderen helfen und die Welt besser machen“, so Oliver Blume, Kuratoriumsvorsitzender der Ferry-Porsche-Stiftung und Mitglied der Jury der Ferry Porsche Challenge. „Mit der Challenge fördern wir nachhaltige Projekte, kreative Ideen und neue Initiativen. Sie ist eine Brücke, um das Leben lebenswerter zu machen.“ „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ gehört dazu. Mit der Förderung der Ferry Porsche Challenge können wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern im Raum Stuttgart deutlich mehr Schultage für Schüler*innen und Lehrkräfte in der Region Leipzig und Stuttgart anbieten.
Zu dem Preisgeld gibt es noch 8.000 Euro Corona-Hilfe für „Verrückt? Na und!“ dazu. Zum YouTube-Video der Preisverleihung.

Rund 600 Mitbewerber

Um die Fördergelder hatten sich seit Oktober 2019 rund 600 Projekte im Raum Stuttgart und Leipzig in einem mehrstufigen Wettbewerb beworben. Rund 70.000 Menschen gaben bis Februar 2020 ihre Stimme für ihr Herzensprojekt ab. Aus den 35 meist-geklickten Projekten wählte die Jury der Ferry Porsche Challenge nun 20 Preisträger.
ferry-porsche-challenge.de/der-wettbewerb/

Die Jury

Im Mai 2020 entschied eine unabhängige Jury, bestehend aus dem Kuratorium der Stiftung, den Oberbürgermeistern der Städte Leipzig und Stuttgart sowie den Chefredakteuren der Medienpartner, über die Platzierung der 20 überzeugendsten Konzepte und wählte die Gewinner der Sonderpreise für ehrenamtliches Engagement aus.
ferry-porsche-challenge.de/gremien

Die Ferry Porsche-Stiftung

Erst 2018 wurde die Ferry-Porsche-Stiftung gegründet. Sie fördert und initiiert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Soziales, Umwelt, Kultur und Sport. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung vor allem junge Menschen an den Unternehmensstandorten der Porsche AG unterstützen. Namensgeber ist Ferry Porsche, der 1948 die Sportwagenmarke Porsche gründete. www.ferry-porsche-stiftung.de

Jahres- und Wirkungsbericht 2019

 

20 Jahre Irrsinnig Menschlich e.V.! Da sind wir immer noch und haben viel zu tun. Empirisch wird übereinstimmend festgestellt, dass psychische Belastungen und Erkrankungen keineswegs nur in Einzelfällen auftreten, sondern dass sie fester Bestandteil menschlichen Daseins sind – weltweit, häufig, besonders jüngere Menschen betreffend und für sie besonders lebensbelastend. Diese wissenschaftliche Beobachtung ist keineswegs im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Wir bohren also nach wie vor »dicke Bretter«, sonst wären wir nicht irrsinnig menschlich!  

2019 haben wir mit unseren Programmen über 40.000 Menschen direkt erreicht und begeistert, darunter 35.000 Schüler*innen, 2.300 Studierende, 4.000 Lehrkräfte und 500 Hochschulmitarbeiter*innen. Lesen Sie mehr in unserem Jahres- und Wirkungsbericht 2019. 

 

Jahres- und Wirkungsbericht 2018: Glücksquelle psychische Gesundheit

Über 30.000 junge Menschen haben wir 2018 klassenweise, hörsaalweise und in der Ausbildung mit unseren Präventionsprogrammen begeistert.

Dazu kommen ca. 3.000 Lehrkräfte und weitere Multiplikatoren in Schule, Berufsschule, Hochschule, Organisationen und Unternehmen. So viele wie nie zuvor in der Irrsinnig Menschlich-Geschichte. Das zeigt, dass unsere Präventionsprogramme den Nerv der Zeit treffen.

Zwei neue Evaluationen durch die Universität Leipzig belegen eindrucksvoll positive Wirkung und Nutzen unserer Präventionsprogramme im Setting Schule und Hochschule.

Zum Jahresbericht 2018

Verrückt? Na und!: Ein Präventionsprogramm mit Riesenpotenzial

Das sagen McKinsey & Company und Ashoka. Beide haben aktuell vier Soziale Innovationen hinsichtlich ihres ökonomischen Potenzials untersucht. Wir sind eines der vier Sozialunternehmen, das mit unserem erfolgreichen Präventionsprogramm „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ in den Fokus genommen wurde.
„Verrückt? Na und!“ reduziert Zugangsbarrieren ins Hilfesystem. Daraus ergibt sich laut Studie folgendes finanzielle Potenzial:

„80 Millionen Euro für jeden Prozentpunkt an erkrankten Schülern, die sich in einem Schülerjahrgang zusätzlich in frühzeitige Behandlung begeben, insbesondere auf Grund der Vermeidung indirekter Folgekosten“.

 

Die Publikation zum Download:

2019_ashoka_mckinsey_wenn_aus_klein_systemisch_wird

Verrückt? Na und!-Menschen: Aus dem Furchtbaren etwas Fruchtbares machen!

Ich heiße Insa Schmitter: Wieso ich mich bei Psychisch fit lernen, studieren und arbeiten engagiere?

Mit meinen 26 Jahren liegt die Schule, das FSJ und die Ausbildung noch nicht lange hinter mir – Abschnitte, die wir alle durchlaufen, mit mal mehr, mal weniger Hürden und Schwierigkeiten. Ich habe all diese Abschnitte hindurch mit einer psychischen Erkrankung bewältigen müssen. Ich hatte weder Hilfe an meiner Seite, noch wusste ich, wo und wie ich welche bekommen konnte. Hätte ich in diesen Jahren einen Projekttag wie „Verrückt? Na und!“, einen in Sachen „Umgang mit Krisen“ geschulten FJS-Anleitenden oder ein Seminar zum Thema „Psychisch fit studieren“ gehabt, so hätte ich mich sicherlich nicht nur früher in eine medizinische Behandlung begeben, sondern hätte auch gewusst:

1.) Wie ich mir selbst helfen kann.

2.) dass es voll in Ordnung ist, wenn man sich schlecht fühlt, oder „komische Sachen“ (= Symptome) erlebt, die einen zunehmend entgleiten.

3.) dass man sich Hilfe holen und wo man sie finden kann.

4.) dass man nicht alleine ist

5.) dass andere einen wahrnehmen und einem vielleicht sogar Hilfe anbieten.

 

Hätte ich einen solchen Projekttag in diese jungen Jahren mit meiner psychischen Erkrankung erlebt, so hätte ich Sicherheit, Verbundenheit und Orientierung erfahren können – Dinge, die einem ja ganz besonders abhanden kommen in einer psychischen Krise. Und so ein Projekttag kann der erste Schritt sein, den Mut zu finden, Hilfe zu suchen, oder auch, die Dinge überhaupt erst einmal besser zu verstehen.

Und natürlich muss man auch noch nicht psychisch krank sein, damit ein solcher Tag einem für das ganze Leben etwas zu bringen vermag: So wie man weiß, dass man sich bei Bauchschmerzen eine Wärmflasche und einen Tee macht, so weiß man sich nun ebenso zu helfen, wenn man seelische Schmerzen hat und kann intervenieren. Man lernt außerdem, nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern auch auf seine Mitmenschen zu achten, wird sensibler und verständnisvoller. All das trägt ungemein viel dazu bei, gesund zu sein, zu bleiben – oder im Falle einer schon bestehenden Erkrankung – zu werden.

Ich engagiere mich als Persönliche Expertin an diesen Projekttagen, weil ich natürlich gerne meine Erfahrungen weitergeben und aus dem Furchtbaren etwas Fruchtbares gestalten möchte, aber auch, weil ich denke, dass der Umgang mit seelischen Krisen und das Wissen darum ebenso selbstverständlich sein sollte wie es die Feuerübung in der Schule, oder der Erste-Hilfe-Kurs vor dem Führerscheinerwerb sind. Dinge, die alltäglich sind und wichtig zu wissen, um sich und anderen im Fall der Fälle gut helfen zu können.

Ich bin sehr dankbar, dass es ein solches tolles Präventionsprojekt gibt, ich dabei sein und es unterstützen darf. Und ich bin tief davon überzeugt, dass jeder etwas aus diesem Tag für sich mitnimmt und sich daran zurück erinnern wird, wann immer er eine Krise erlebt (und wenn sie erst 20 Jahre später auftritt).  So wie ich als Schülerin, FSJlerin und Auszubildende ganz sicher etwas daraus mitgenommen und mir viel, viel eher Hilfe ersucht hätte, wenn es einen solchen Tag vor vierzehn Jahren an meiner Schule oder im Ausbildungsbetrieb gegeben hätte.

Mein Lebensspruch: Da hab ich keinen, dafür ein Mutmach-Lied von Rolf Zukowski: „Ich schaff das schon“. Und ich lasse mich von zwei Dingen leiten, die ich durch meine chronische psychische Erkrankung gelernt habe: 1. Die selbstverständlichsten Dinge sind die wertvollsten Dinge. Ich bin tief dankbar, sie wieder erleben zu dürfen. 2. Man darf sich ganz getrost mehr auf sein Bauchgefühl verlassen. Es trügt nie.

Mein Wunsch für 2019: Endlich zu studieren (Psychologie)! Und ganz sehr das genießen, was ich wiedererlangt habe… 

Neu bei Irrsinnig Menschlich: Moritz Ellenberg – On Purpose Associate

Moritz Ellenberg

Beruflich drehte sich bei Moritz alles um Wachstum. Nach BWL- und Sportstudium und sechs Jahren als Key Account Manager bei Ferrero ist er Spezialist für Geschäftsbeziehungen, Kundenakquise und Süßigkeiten.

Jetzt hat er die Seite gewechselt und ist in das Leadership-Programm von On Purpose eingestiegen, das Menschen wie Moritz auf die Herausforderungen als Führungskräfte in sozialen Unternehmen vorbereiten will.

So ist er bei Irrsinnig Menschlich gelandet – für uns ein Sechser im Lotto. Das Forum „Psychisch fit studieren“ wird mit ihm als Akquise-Profi im Wintersemester 2018 zu einem deutschlandweiten Hochschul-Präventionsprogramm wachsen.

Auch privat ist Größe ein Thema: Moritz sagt selbst, es sei „ein Vollzeitjob, seinen 2-Meter-Körper mit Essen zu versorgen“. Industriell hergestellte Süßigkeiten stehen aber nicht mehr auf seinem Ernährungsplan. Wenn er nicht auf Nahrungssuche ist, trifft man ihn auf den Beachvolleyball-Feldern Berlins.

Neu bei Irrsinnig Menschlich: Hanna-Sophie Homann

Hanna-Sophie Homann

 

Hanna ist unser Nordlicht im Team: in Hamburg aufgewachsen, an der Nordseeküste in den Niederlanden studiert, hat sie Irrsinnig Menschlich aus der Ferne schon lange beobachtet. Nun hat sie den Master in klinischer Psychologie fast in der Tasche. Logisch, dass sie uns für ein Praktikum endlich testet.

Hanna hat sechs Geschwister sowie drei Nichten und Neffen – ein Naturtalent im Umgang mit Kindern, immer gut gelaunt und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Die Idealbesetzung für uns. Denn wofür uns bisher die Zeit fehlte, wuppt Hanna mit links und entwickelt ein Programm für psychische Gesundheit an Grundschulen. Ganz nebenbei schreibt sie an ihrer Masterarbeit zum Thema Stress bei Studierenden.

Wenn sie sich nicht gerade mit dem Thema seelische Gesundheit beschäftigt, bouldert sie durch Leipzig.

Wir lieben Hanna und möchten sie am liebsten hier behalten!

Jahresbericht Irrsinnig Menschlich: Unsere Erfolge 2017

Jede Menge Grund zur Freude! 2017 war für uns ein erfolgreiches und herausforderndes Jahr:

Wir haben „Psychisch fit studieren“ an 16 Hochschulstandorten erfolgreich gestartet. Dafür konnten wir die finanziellen Partner BARMER sowie die Rentenversicherung Mitteldeutschland gewinnen. 2018 wollen wir die Zahl der Hochschulstandorte verdoppeln.

Für unser Programm „Verrückt? Na und!“ haben wir sieben neue Standorte in Deutschland gegründet und vier neue Finanzpartner auf Länderebene gewonnen. Mit 848 Schultagen in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei konnten wir rund 23.000 Schülerinnen und Schüler erreichen. In Österreich treiben wir den Ausbau auf Bundesebene voran. Das erste internationale Treffen von „Verrückt? Na und!“ Tschechien, Slowakei und Österreich findet am 10. Mai 2018 in Prag statt.

„Psychisch fit arbeiten“: Hier haben wir unsere Netzwerkaktivitäten mit Stakeholdern, Fachgremien und Multiplikatoren deutlich verstärkt. Mit der AOK Plus haben wir Anfang 2018 einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der es uns ermöglicht, in die betriebliche Fortbildung zu kommen.
Mit dem BKK-Dachverband sind wir im Gespräch über die Skalierung unseres Azubi-Angebots. Ein erfolgversprechendes Pilotprojekt haben wir mit der Carl Zeiss AG Anfang 2018 gestemmt.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Jahresbericht 2017.

Gesundes neues Jahr 2018!

Wir wünschen Euch ein gesundes und frohes neues Jahr!

Wir sind gut ins neue Jahr gerutscht und schon wieder fleißig dabei, Schulen und Lehrkräfte mit unserem Programm „Verrückt? Na und!“ zu begeistern. Die ersten Schultage laufen bereits und finden im Albert-Einstein-Gymnasium in Magdeburg, in der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule in Freiburg und der Wilhelm-Kraft Gesamtschule im Ennepe-Ruhr-Kreis statt.

Für Eure Unterstützung im Jahr 2017 sind wir sehr dankbar und freuen uns, dieses Jahr mit eurer Hilfe weitere „Verrückt? Na und!"-Schultage durchzuführen!