Verrückt? Na und! in Österreich – Das Präventions-Programm für psychische Gesundheit in der Schule
Verrückt? Na und! in Österreich

Das Programm Verrückt? Na und! wird seit  2015 in der ganzen Steiermark über den Dachverband der sozialpsychiatrischen Trägervereine und Gesellschaften umgesetzt. Seit 2017 unterstützt uns Ashoka Österreich bei der Skalierung auf Bundesebene.

Verrückt? Na und! ist stark in Österreich

In Österreich weisen laut einem Bericht des BMGF bereits rund 5% der Kinder- und Jugendlichen zwischen 7 und 17 Jahren Anzeichen einer depressiven Störung auf, bei 10% treten Ängste auf (11 bis 13 Jahre) und fast 8% zeigen Störungen im Sozialverhalten.

Im Alter steigt die Häufigkeit der Diagnosen, das heißt Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren sind mehr betroffen als Jüngere. Bei einem Viertel der Diagnosen handelt es sich um Belastungs- und Anpassungsstörungen, ein Drittel sind psychsiche und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen – vor allem Alkohol.
Zur Studie

In der Steiermark sind schätzungsweise zwischen fünf und zehn Prozent der Jugendlichen betroffen, meint Günter Klug, Obmann des Dachverbandes der sozialpsychiatrischen Trägevereine und Gesellschaften. Im Schuljahr 2014/15 besuchten in der Steiermark 54,659 Jugendliche und junge Erwachsene (ab 15 Jahren) eine Schule oder befanden sich in einer Lehre. Bei geschätzten 5-10% sind demnach rund drei- bis fünftausend SchülerInnen mit psychischen Problemen konfrontiert.
Die Statistiken der Steiermark im Detail

5-10% der Jugendlichen zeigen Anzeichen von depressiver Verstimmungen, Ängste, Probleme im Sozialverhalten.

 

"Am Verrückt? Na und!-Schultag werden Themen angesprochen, die Jugendlichen unter den Nägeln brennen, und das im Klassenverband. Und wenn sich dann am Ende des Schultags einer aus unserem Team als Betroffener outet und erzählt, wie er seine seelische Krise gemeistert hat, dann ist das unglaublich beeindruckend für alle Beteiligten.

Petra Radkohl, Projektleiterin Verrückt? Na und! Steiermark

Präventive Maßnahmen zur psychische Gesundheit in der Steiermark

Auf Bundes- und Landesebene sollen vermehrt präventive Projekte und Maßnahmen zur Förderung der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen unterstützt werden, da der Bedarf steigend ist. Wie im Standard bereits 2016 berichtet, braucht es mehr Schutzfaktoren und präventive Arbeit für die psychische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter. Es gilt:

…die Vorbeugung zu verstärken, denn „wir sind oft zu spät dran“, sagt der Psychologe und Vorstand der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, Christoph Hackspiel. „Daher brauchen wir Schutzfaktoren, die psychische Erkrankungen minimieren oder im besten Fall verhindern“. Für Hackspiel ist es notwendig, dass ein Ausbau der präventiven Hilfen erfolgt, ebenso müsse die Elternkompetenz und die psychische Widerstandsfähigkeit der Kinder gestärkt werden.

Verrückt? Na und! in der Steiermark

Das Programm Verrückt? Na und! wird seit  2015 in der ganzen Steiermark über den Dachverband der sozialpsychiatrischen Trägervereine und Gesellschaften umgesetzt. Eine der Hauptaufgaben des Dachverbandes ist Prävention, Öffentlichkeitsarbeit und Entstigmatisierung von psychisch erkrankten Menschen. Finanziert wird das Programm Verrückt! Na und? über den Gesundheitsförderungsfonds der Steiermark.

 

Das Team

Unter der Projektkoordinatorin Mag. Petra Radkohl und durch die Einschulung unseres Teams von Dr. Manuela Richter-Werling, konnte das Programm Verrückt! Na und? ersmals erfolgreich von Deutschland nach Österreich gebracht werden.

Derzeit sind 19 Teams in den 13 Bezirken der Steiermark aktiv: Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Leoben, Liezen, Graz, Graz-Umgebung, Murau, Murtal, Südsoststeiermark, Voitsberg, Weiz.

Petra Radkohl - Verrückt ? Na und! in Österreich
Von links nach rechts: Gesundheitslandesrat Drexler, Projektleiterin Radkohl, Präsidentin Meixner und Obmann Klug bei der Pressekonferenz zum Projekt

19 Teams für 13 Bezirke in der Steiermark:

Durch das aktive Aufeinanderzugehen in der Gruppe, können aktuelle Probleme aus der Klasse besprochen werden wie Suizid, Mobbing, Depression, und auch schwierige Themen aus dem Umfeld wie Umgang mit seelisch erkrankten Eltern. Lehrkräfte nehmen aktiv teil und unterstützen!

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. Petra Radkohl

Funktion
Dachverband der sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften, Steiermarks Hasnerplatz 4, 8010 Graz

Telefon
43 664 - 91 64 644

E-Mail-Adresse
radkohl@dachverband-stmk.at

Unsere Partner

Gesundheitsfonds Steiermark
Dachverband der sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften Steiermarks

Mehr zu Verrückt? Na und!