Medienecho

Medienecho

Das schreibt die Presse

 

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl von bisherigen Veröffentlichungen über den Verein.

Wir bieten ausserdem sehr umfangreiches Material für Journalisten an.

 

Leipziger Volkszeitung, 2. August 2006

Psychosoziales Schulprojekt macht international Schule

„Marienhof“-Star Giovanni Arvaneh will Verein Irrsinnig Menschlich unterstützen - In der Slowakei und in Tschechien hat der Verein Teams aus Moderatoren und Menschen, die psychische Krankheit erlebt haben, fit gemacht für ihren Einsatz in der schule. Nunmehr werden Polen und Österreich dazukommen. Nicht zuletzt hat Giovanni Arvaneh alias Sülo Özgentürk aus der ARD-Endlosserie „Marienhof“ seine Unterstützung für das Projekt zugesagt. Der sympathische Schauspieler hat selbst schwere seelische Krisen durchgestanden und möchte seine Erfahrungen an Jugendliche weitergeben. Im nächsten Jahr plant Arvaneh gemeinsam mit Irrsinnig Menschlich ein Theaterspektakel für Leipziger Schüler.

 

Reader´s Digest Deutschland April 2006

HELDEN VON HEUTE: Wenn Frank über seine Krankheit spricht, dann lauschen ihm die Schüler gebannt

Der 29-jährige Frank könnte DJ sein. Der Wuschelkopf mit der modischen Brille und den Koteletten passt in jede angesagte Szenebar. Frank und drei weitere Mitglieder vom Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich sind in die Berufsschule Grimma gekommen, um einen Tag lang diffuse Ängste der künftigen Sozialassistenten in Wissen und Erfahrung zu verwandeln. Frank ist seit sechs Jahren manisch-depressiv. Die Schüler nehmen ihr Bild von Frank mit. Ein ziemlich normales Bild. Ein Mädchen sagt: „Wir haben ein lebendes Beispiel da. Man denkt jetzt ein bisschen anders darüber.“

 

Die Welt 27. April 2006

127 Millionen EU-Bürger sind psychisch krank - Filmfestival „Ausnahmezustand“ wirbt für Verständnis

 Ein Forum für mehr Verständnis und Offenheit möchte das Filmfestival „Ausnahmezustand“ sein, das heute in Berlin, Kiel, Leipzig und München startet, anschließend bis Oktober in über 70 andere Städte tourt. Organisiert wurde es in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und dem Verein „Irrsinnig Menschlich“. Hauptakteure sind Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen, Ärzte und Selbsthilfegruppen. Es wird sich zeigen, ob das populärkulturelle Kino die Barriere ein wenig brechen kann, an Werbung jedenfalls fehlt es nicht. Das Interesse im Vorfeld war erstaunlich, vermutlich, weil jeder in irgendeiner Weise bereist mit psychischen leiden in Kontakt gekommen ist.

 

SUPERillu, 3.November 2005

Mein Weg zurück ins Leben

Hendrik Bruch Inkas Ex-Mann wollte sterben – heute blickt er nach vorn, engagiert sich für psychisch Kranke im Leipziger Verein „Irrsinnig Menschlich“.

Leipziger Volkszeitung, 11. Oktober 2005

„Kino-Spot und Gala“ von Angelika Raulien

Derweil setzt auch ein weiteres Projekt des Vereins Achtungszeichen: Das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“. Das gefällt auch der Aktion Mensch. Ab 2006 fördert sie das einzige evaluierte und seit vier Jahren angebotene Schulprojekt zur Seelischen Gesundheit in Deutschland.

Bayrischer Nordkurier, 29. September 2005

Wer ist eigentlich verrückt?

Mit Drogen- und Suchtproblemen beschäftigten sich die achten und neunten Klassen der Werner-Porsch-Volksschule in Speichersdorf.

“Als der 33jährige Sven Ramos das Wort ergriff, wurde es im Saal des Jugendtreffs sehr still und die Betroffenheit war den Schülern ins Gesicht geschrieben. Ramos berichtete über seine Drogenkarriere, seine daraus resultierende Psychose und seinem Weg aus dem Drogenmilieu.. Seine Psychose ließ ihn Stimmen wahrnehmen, die ihn keinen Moment losließen. Die Schüler bekundeten mit enorm vielen Fragen ihr Interesse.”

Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung, Dienstag, 12. Juli 2005

Projetrunde mit „Irrsinnig Menschlich“

„Zum Mobbing gehört kein Mut“ von Lutz Schmidt

“Der verletzte Mitschüler aus der neunten Klasse wäre schon öfter gehänselt worden. Franziska berichtet weiter, wie sie selbst gegen Mobbing anging...Aus den Worten der Gymnasiastin in der Runde ist auch die Betroffenheit über das Geschehene während der Klassenfahrt herauszuhören, das nun zum Diskussionsschwerpunkt innerhalb des laufenden Schulprojektes „Verrückt? Na und!“ wird. ...Dabei sind Erfahrungen und der Umgang mit seelisch Kranken das eigentliche Thema des Projektvormittages der Delitzscher Gymnasiasten mit den Leipziger Vereinsmitgliedern Anja Michel und Frank Maczulaitis. Beide waren selbst psychisch krank gewesen und wollen nun durch ihre Arbeit helfen, Vorbehalte abzubauen. Die „Gummizelle“ spukt in der Öffentlichkeit sofort herum, wenn von psychisch Kranken die Rede ist. „Das Bild ist negativ geprägt“, bestätigt Gymnasiast Roland. „Irrsinnig Menschlich“ sensibilisiert vor allem junge Leute für eine andere Ansicht.”

Frankenpost, 23. Juni 2005

 „Bis auf die Frisur sind Sie eigentlich ganz normal“ von Beate Franck

Auf eine einsame Insel würde Frieder seine „verrückten Ideen“ mitnehmen, Anja ihre „Lieder im Kopf“. Frieder ist Schüler am Hofer Schiller-Gymnasium, Anja eine erwachsene Frau, die seit zehn Jahren an Schizophrenie leidet. Wer von ihnen ist verrückt? ...Die ganze Zeit hat der Diskussion schweigend eine junge Frau zugehört, die Eleni wegen ihrer Stoppelhaare auf den ersten Blick als krebskrank eingestuft hat. Doch sie „irrt“ sich: „ich bin psychisch krank und sitze hier“, sagt Anja Michel. Die 31jährige lebt seit  zehn Jahren mit der Diagnose Schizophrenie. Für die jungen Leute ist die Konfrontation krass: Abartig wirkt Anja nicht, auch nicht durchgeknallt. ... Die Therapie sieht Anja inzwischen als Anfang ihres eigenen Lebens an. Gelernt hat sie auch, die Besonderheiten ihrer sensiblen Persönlichkeit zu akzeptieren: „Es ist doch auch sehr schön, gewisse Nuancen wahrzunehmen, die andere nicht sehen“. Starke Worte von jemand „irgendwie Unberechenbarem“. Es ist die reale Auseinandersetzung mit Betroffenen, mit denen das Schulprojekt die jungen Leute packen will. Denn Vorurteile abzubauen ist schwierig, wenn man keine Betroffenen kennt. Auch in Hof klappt das Experiment: „Das Bild hat sich gewandelt“, meint Christian. „Ich würde nicht mehr denken, oh, der hat psychische Problemen – der springt gleich auf mich los“. Frieder hat die Konfrontation mit Anja Michel mehr Toleranz vermittelt: „Mit jemand Verrücktem will man nichts zu tun haben. Jetzt ist mir die Angst davor genommen.“ 

Sächsische Zeitung, 26. März 2005

„Verrückt? Na und!” Von Thomas Morgenroth

“....Damit das Thema nicht nur theoretisch erörtert wird, ist die Begegnung der Jugendlichen mit psychisch Kranken ein Kernpunkt des Projektes. So lernten die 35 Schüler des 11. Klasse des Kreisgymnasiums Freital in dieser Woche Sven Ramos kennen. Der junge Mann sprach offen über sich und beantwortete viele Fragen. Ob damit alle Vorurteile gegenüber den „Verrückten“ abgebaut sind, lässt sich nach sechs Stunden nicht sagen und ist wohl kaum zu erwarten. Immerhin ist ein Anfang gemacht, in einer Projektwoche soll das Thema im Sommer vertieft werden.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2004

„Es ist zum Verrücktwerden“ von Martina Lenzen-Schulte

„Eine Videokamera ändert die Sichtweise der Patienten und schärft ihnen den Blick...Sie sehen nicht nur durch die Kamera die Unterschiede zwischen Kranken und Gesunden verschwinden. Sie erleben sich auch hinter der Kamera als Aktive, als die Bestimmenden , die es in der Hand haben, sich ins rechte Licht zu setzen.“

Sächsische Zeitung, 16. März 2004 Von Andreas Körner

„Die Medienwerkstatt ist ein Schritt zum Tabubruch in der Öffentlichkeit, denn das einzige, was die meisten gemeinhin über Schizophrenie wissen, ist der Wunsch, sie nie bekommen zu wollen.“