Literatur

LITERATURTIPPS

Wir freuen uns auch auf Ihre Empfehlungen!

 

 

 

 

Maries Akte – das Geheimnis einer Familie

 

Von Kerstin Schneider, Weissbooks-Verlag Frankfurt/M. 2008, ISBN: 978-3-940888-02-0

 

Das Buch erzählt die wahre Geschichte zweier Frauen. Beide waren an Schizophrenie erkrankt. Magdalene Kade glaubte 1866, die Mutter Gottes zu sehen und wird noch heute als "böhmische Bernadette" verehrt. Die katholische Kirche hat ihre Erscheinung anerkannt. Ihre Großnichte Marie dagegen wurde für eine ähnliche Erscheinung von den Nazis als lebensunwertes Leben im Rahmen der NS-Euthanasie gequält und vermutlich ermordet. Über Marie wird in der Familie nicht geredet. Kerstin Schneider war 19 als sie erstmals etwas über Marie, die Tante ihres Vaters erfuhr...

 

 

 www.kesschneider.de

 

 

 

 

Mihal - Gesprungene Seelen

Mihal – Ewige Zelle von Michael Siebel, Eigenverlag, 2007

 

Unter dem Pseudonym Mihal erzählt der Autor einzelne Episoden seines Lebenslaufs als drogenkonsumierender Jugendlicher und Erwachsener, als Patient in Drogenentwöhnungs-einrichtungen - insbesondere aber in stationärer und ambulanter psychiatrischer Behandlung. Die zweite Roman begleitet die Figur Thomas W. bei zwei Klinikaufenthalten  bis zu dem Tag auf der geschlossenen Station, an dem die getrennten Welten, vergessener Krisen und verdrängter Wahrnehmungen sich in einem Moment der Klarheit so stark im Hier und Jetzt verdichten, dass es ihm möglich wird mit eben dieser unsichtbaren Welt abzuschließen und in ein neues Leben zu treten…

 

Roman bestellen unter: Michael.Siebel@gmx.de

 

 

 

 

 

 

 

Zusammen wachsen

 

Von Helene u. Hubert Beitler, Psychiatrie-Verlag, ISBN 978-3-86739-023-1

 

Seit bei Helene Beitler Schizophrenie diagnostiziert wurde ist alles etwas anders bei den Beitlers als bei anderen Familien: Eine harte Probe für die Ehe, doch sie hat gehalten. Als auch noch der Sohn psychotisch wurde, wuchs die Familie noch mehr zusammen und übernahm seine Betreuung. Helene und Hubert Beitler schildern anschaulich und mit vielen Beispielen, wie Familien psychotische Krisen miteinander bewältigen können. Das Buch – ein Mutmacher für Paare und Familien, denen es ähnlich geht.

 

 

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Morgen bin ich ein Löwe. Wie ich die Schizophrenie besiegte.

 

Von Arnhild Lauveng, btb 2008, ISBN 978-3-44275-206-5

 

Arnhild ist 14 Jahre alt, als sich die Welt für sie grau einfärbt. Nach und nach kommt ihr der Kontakt zur Welt abhanden. Mit 17 Jahren wird Arnhild das erste Mal in die Psychiatrie eingewiesen. „Schizophrenie“ lautet die Diagnose. Für das Mädchen beginnt eine lange Zeit des Leidens. Zehn Jahre verbringt sie in verschiedenen Kliniken. Dort versucht man ihr beizubringen, ihre Krankheit zu akzeptieren und mit ihr zu leben. Doch Arnhild Lauveng will gesund werden, und sie will Psychologie studieren. Sie kämpft und ganz langsam überwindet sie die Krankheit. Schonungslos offen und zugleich voller Humor schildert sie in ihrem autobiografischen Buch „Morgen bin ich ein Löwe“ ihren Weg aus der Schizophrenie. Heute ist Arnhild Lauveng tatsächlich Psychologin.

 

 

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Recovery. Das Ende der Unheilbarkeit.

 

Von Michaela Ammering u. Margit Schmolke, Psychiatrie-Verlag 2007, ISBN 978-3-88414-421-3

 

Unter dem Begriff „Recovery“ hat sich in Ländern wie den USA und Neuseeland ein neues Behandlungskonzept von psychisch kranken Menschen durchgesetzt. Es hält Gesundung für möglich und setzt auf Mut, Hoffnung und Optimismus. Ein zufriedenes Leben ist auch bei sogenannten chronischen Patienten möglich! Die Autorinnen stellen in ihrem Buch von Betroffenen initiierte Genesungs-Konzepte vor. Im Mittelpunkt stehen Psychosen. Michaela Amering und Margit Schmolke sehen die großen Chancen, die von dieser Bewegung und einer personenzentrierten Behandlung bei Psychosen für die Psychiatrie ausgehen. Schizophrenie ist heilbar, so lautet ihre Botschaft

 

 

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Verortung der Seele - Psychiatrie-Museen in Europa

 

Von Rolf Brüggemann u. Gisela Schmid-Krebs, Mabuse 2007, ISBN: 978-3-938304-48-8.

 

Das Buch versammelt weit über einhundert „Verortungen der Seele“ in Russland, in der Türkei, in Finnland, in Deutschland und anderen Ländern Europas. Darunter sind allein dreiundsechzig Psychiatriemuseen, dazu kommen Gedenkstätten, Kunstsammlungen und -ausstellungen und dem Thema verwandte, meist kuriose Museen. „Verortung der Seele“ gehört in jede gut sortierte Bibliothek oder besser noch in das Handgepäck für die nächste Reise.

 

 

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Irgendjemand lacht in mir

 

Von Sven Ramos-Bulik. Aus dem Schizophrenen übersetzt von Susan Schmidt. Mensch&Buch Verlag 2007, ISBN 978 3 86664 1877

 

ICH muss das Böse unterdrücken. Wegbekommen. Rausbekommen. Ich muss. Ich muss. Darüber reden. Mit Ärzten. Ich will wieder Ramos sein. Wie früher. Ruhig bleiben, ruhig bleiben. Ich habe Angst. Jesus.“

 

WAS ist zu tun, wenn man feststellt, dass man nicht mehr allein ist, auch wenn man ganz allein ist? Was ist zu tun, wenn immer noch jemand da ist, der die eigenen innersten und geheimsten Gedanken unterstützt, widerspricht oder belächelt? Ramos Tagebuch gewährt einen Einblick in die Welt eines Menschen mit paranoider Schizophrenie, der durch seine Erkrankung aus der „normalen“ Welt hinauskatapultiert wurde. Ramos hat seinem Weg, der ihm lange Zeit als Irrweg erschien, ein Ziel gegeben: Anderen Menschen davon zu erzählen, was da ab geht im Kopf, mit den Gedanken, mit den Gefühlen. Aber noch wichtiger ist es ihm, Betroffenen Mut und Hoffnung zu machen. 

 

 

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Psychiatrie in der DDR: Erzählungen von Zeitzeugen

 

Leipzig 2006

 

Frauen und Männer, die damals Patienten bzw. Mitarbeiter der Psychiatrie waren, wurden zu ihren individuellen Erfahrungen befragt. Diese Erinnerungen, zu Monologen verdichtet, ermöglichen einen vielschichtigen Blick auf die bis heute tabuisierte Alltagsgeschichte der Psychiatrie in der DDR.

 

www.psychiatriemuseum.de

 

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Tino Hemmann - Der unwerte Schatz

 

Engelsdorfer Verlag, 2005, Buchtipp von Katja Blumenbach

 

“Der Autor erzählt in diesem Buch die Geschichte eines Jungen während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Der zweijährige Hugo Hassel wird von seinem Vater schon vom Säuglingsalter an schwer misshandelt. Von seiner Mutter kann er keinen Schutz erwarten, sie kann dem autoritären Vater keinen Widerstand entgegensetzen. Unter den Schlägen mit dem Schürhaken zerbricht schließlich Hugos Seele - er entwickelt eine zweite Persönlichkeit.

 

Das Buch hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt und tief berührt. Ich hatte den Eindruck, es handelt sich um eine autobiographische Erzählung und habe bis zum Ende gehofft, dass Hugo überleben möge. Ich möchte dieses Buch dringend weiterempfehlen, da es die Erinnerung an die Kinder, die im Rahmen der T-4 Aktion ermordet worden sind, aufrecht erhält. Es nähert sich diesem Thema in einer Art und Weise an, wie ich es vorher noch nicht gelesen habe.”

 

 

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Renate Klöppel - Die Schattenseite des Mondes. Ein Leben mit Schizophrenie.

 

Rowohlt-Taschenbuch, Reinbek 2004

 

Einmal angefangen, habe ich es nicht mehr aus der Hand gelegt. Renate Klöppel erzählt die Geschichte von Maria im Stil eines Doku-Dramas, in dem man beinahe atemlos dem erschütternden Schicksal folgt – mit Maria, ihrem Mann und ihrem Sohn hofft, bangt, dass sie aus der Schattenseite des Mondes herauskommen. Für alle ein schmerzhafter Prozess. Viel Zeit und Geduld sind nötig, um zerstörtes Vertrauen wieder aufzubauen. Marias Mann hält zu ihr, bald lebt auch der kleine Sohn wieder bei Mutter und Vater und irgendwann fängt Maria wieder an zu malen...

 

"Die Schattenseite des Mondes" – ein mitreißendes, ermutigendes Buch nicht nur für Betroffene und Angehörige. Wer es gelesen hat, wird ein bisschen mehr davon ahnen, was in einem Menschen vorgeht, der an Schizophrenie leidet. Bleibt zu hoffen, dass es dazu beiträgt, Betroffenen endlich verständnisvoller und offner zu begegnen.

 

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Inga Tönnis - Abschied zu Lebezeiten. Wie Angehörige mit Demenzkranken leben.

 

Psychiatrieverlag, Edition Balance, 2004

 

Demenzkranke Menschen sind oftmals nicht mehr in der Lage, sich selbst mit ihrer Krankheit auseinander zu setzen. Den Begleitenden und Pflegenden wird eine Menge abverlangt. Das spürte auch die Sozialwissenschaftlerin und Autorin Inga Tönnis, deren Mutter seit sechs Jahren an Demenz erkrankt ist.

 

Da sich die vorhandene Literatur über Demenz in erster Linie mit der medizinischen und pflegerischen Seite der Erkrankung befasst, war es der Autorin wichtig, über die Gefühle und Erfahrungen der Angehörigen demenzkranker Menschen zu berichten. Tönnis erkundet, welche Auswirkungen die Demenzerkrankung auf Angehörige hat und welche seelischen Belastungen sie durch diese Krankheit verkraften müssen. Entstanden ist ein ergreifendes und ermutigendes Buch, das schildert, wie sehr sich Angehörige bemühen, für ihre erkrankten Eltern oder Partner da zu sein.

 

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Heinz Häfner - Das Rätsel Schizophrenie. Eine Krankheit wird entschlüsselt

 

Das Rätsel Schizophrenie. Eine Krankheit wird entschlüsselt. C. H. Beck, 2001 - Heinz Häfner stellt in seinem Buch die neuesten Ergebnisse der Schizophrenieforschung vor und versucht so, einer der geheimnisvollsten seelischen Erkrankungen den Ruf des Unheimlichen und der Ausweglosigkeit zu nehmen. Die neuesten Forschungsergebnisse vermitteln ein tiefgreifend verändertes Bild dieser Krankheit und zeigen neue Möglichkeiten der Hilfe. Vollständig ist das Rätsel der Schizophrenie noch nicht gelöst, aber weitestgehend. Moderne Therapie- und Hilfsmöglichkeiten sind vielfältig und erfolgversprechend. Dieses Buch leistet einen wichtigen Beitrag, eine besonders gefürchtete psychische Erkrankung vom Stigma des Mysteriös-Bedrohlichen zu befreien.

 

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Colin Goldner - Die Psycho-Szene

 

Alibri Verlag 2000, Ein Nachschlagewerk für unseriöse und gefährliche Angebote auf dem Psycho-Markt. In 150 Kapiteln und Exkursen werden in dem Buch über 2000 Verfahren, Begriffe und Namen vorgestellt und kritisch untersucht.

 

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Friederike Raschke - Träumereien einer rebellischen Seele

 

Schkeuditzer Buchverlag 2000, 140 Seiten

 

Die Autorin, Schauspielerin, geriet 1977 für Jahre in eine psychische Krise. In dieser Zeit begann sie zu schreiben, u.a. ihren Lyrikband »Träumereien einer rebellischen Seele«, erschienen im Schkeuditzer Buchverlag 2000.

 

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